Hella und Adrian, Mitglieder im Verein „Zur Schlechten Gesellschaft e.V.“ und einer der jüngsten Spechthausener Lastenradnutzer am BARshare BIKE-Standort, der zu unserem Fototermin leer war: Das Lastenrad wird derzeit so oft genutzt, dass es sogar während des Interviews gebraucht wurde (Foto: KWB)

„Unsere Kita ist stolz, dass wir die Kinder mit dem BARshare-Lastenrad bringen“

1. Seit wann nutzt ihr BARshare BIKE und in welchem Rahmen?

Wir nutzen seit Januar 2020 ein Lastenrad von BARshare BIKE, das bei uns in Spechthausen steht und durchschnittlich von etwa 10 unserer derzeit 23 Vereinsmitglieder aktiv genutzt wird. Unseren Verein „Zur Schlechten Gesellschaft Spechthausen e.V.“ haben wir 2019 mit dem Ziel gegründet, als Nachbarschaftsinitiative Infrastruktur in unserem kleinen Ort zu schaffen. So haben wir etwa den Bau eines Gemeinschaftsspielplatzes und die Eröffnung einer kleinen Gemeinschaftsraums  initiiert. Mobilität ist für uns ein wichtiges infrastrukturelles Thema. Spechthausen liegt etwa fünf Kilometer von Eberswalde entfernt im Wald - man braucht also schon eine Möglichkeit, von A nach B zu kommen, muss dafür aber nicht unbedingt das Auto benutzen. Viele unserer Kinder gehen in Eberswalde in die Kita. Dank des Lastenrads können wir sie nun täglich per Lastenrad dort hinbringen und wieder abholen. Auch kleinere Einkäufe kann das Lastenrad übernehmen. Abgesehen von der Nutzung durch unseren Verein können natürlich auch andere Menschen das Lastenrad nutzen, wenn sie sich bei BARshare registriert haben – manchmal gibt es zum Beispiel externe Gäste, die das Lastenrad für Ausflüge in der Umgebung nutzen.

2. Wie kamt ihr dazu, BARshare BIKE zu nutzen?

Die Idee, ein Lastenrad anzuschaffen, hatten wir schon länger. Zunächst war unsere Überlegung, selbst ein Lastenrad zu kaufen. Die Eigenfinanzierung wäre für uns jedoch nicht tragbar gewesen und auch die Recherche nach geeigneten Fördermöglichkeiten hat uns dann auf die Fährte vom BARshare gebracht. Durch ein persönliches Gespräch mit einem Bekannten im Sportverein, wo eines unserer Vereinsmitglieder aktiv ist, haben wir 2019 schließlich den Kontakt mit BARshare hergestellt und die Idee, ein Standort für ein BARshare BIKE zu werden, gleich in den Ort getragen . Erst gab es die Überlegung, dass der Spechthausener Ortsbeirat selbst Hauptnutzer werden könnte. Der Ortsbeirat hätte jedoch lieber ein BARshare-Auto angeschafft, was uns nicht so recht war  – wir wollten gern erreichen, dass ein Teil der alltäglichen Autofahrten ersetzt werden kann, ohne dass zusätzliche Ressourcen verbraucht werden müssen. Auf Basis unserer Vereinsgründung haben wir uns schließlich für eine BIKE-Hauptnutzerschaft entschieden..

3. Was dachtet ihr am Anfang über dieses Mobilitätsangebot? Hattet ihr bereits Vorerfahrung mit E-Autos/Lastenrädern oder Car-/Lastenradsharing?

Aus genannten Gründen hat uns das „Rundum-Sorglos-Paket“ von BARshare BIKE überzeugt: In unsere Hauptnutzerschaft sind sowohl die Instandhaltung des Rades, die technische Lösung für das Ausleih- und Buchungssystem als auch die Finanzierung inbegriffen. Probehalber hatten wir zuvor ein anderes Lastenrad ausgeliehen, um herauszufinden, wie sich so ein Gefährt anfühlt und wie es unter unseren Nachbarn ankommt. Die Rückmeldungen aus unserer Gemeinschaft waren ausschließlich positiv, es gab eine große Bereitschaft mitzumachen und das Rad auszuprobieren. Das genutzte Lastenradmodell gefiel uns allerdings nicht vollkommen. Das Modell, welches wir nun über BARshare BIKE nutzen, ist zufällig genau das, welches wir uns zuvor selbst als Wunschmodell ausgeguckt hatten. 

4. Was wisst ihr an BARshare zu schätzen?

Am meisten schätzen wir die Flexibilität, die Zeiteffizienz und die zuverlässige Betreuung: Dank des BARshare-Teams, das für Servicedienste, Verbesserungsvorschläge  und Reparaturen ansprechbar ist, ist der Betreuungsaufwand für uns selbst minimal. Außerdem ist die Buchung über die App meist unkompliziert und macht sichtbar, wer von uns das Rad wann nutzt - das hilft uns die Nutzung zu verbessern. Außerdem fühlt es sich schon ziemlich gut an, mit dem Lastenrad unterwegs zu sein: Viele Menschen freuen sich total, wenn sie uns damit fahren sehen, gerade ältere Leute finden das oft sehr interessant – und der Kindergarten, in dem unsere Kinder betreut werden, ist mittlerweile auch  stolz auf unsere Initiative. Es freut uns, dass wir auf diese Weise die Möglichkeit haben, die kommunale Entwicklung hinsichtlich klimafreundlicherer Mobilität zu unterstützen. Einige unserer Mitglieder sind übrigens nur deshalb in den Verein eingetreten, weil sie das Lastenrad auch gern nutzen wollten.  

5. Gibt es Dinge an BARshare BIKE, mit denen ihr Schwierigkeiten habt oder die aus eurer Sicht noch verbessert werden sollten?

Wenn man das Lastenrad so häufig nutzt, wie wir es tun, ist der Verschleiß ziemlich hoch – das Gewicht von vier Kindern und die Anzahl an Schlaglöchern auf unserem täglichen Weg hinterlassen ihre Spuren und wir merken, dass unser Modell für so eine starke Auslastung langfristig nicht ausgelegt ist. Es tut sich ja gerade sehr viel im Bereich Lastenradmodelle und technologische Entwicklung und wir fänden es schön, wenn wir perspektivisch nochmal ein anderes, robusteres Modell ausprobieren könnten. Außerdem haben wir festgestellt, dass es hilfreich wäre, wenn sich der Stauraum des Lastenrads abschließen ließe: Wenn man nach der Fahrt zur Kita noch weitere Besorgungen macht und das Rad zwischendurch irgendwo parkt, muss man die persönlichen Dinge immer herausnehmen, da sie sonst für jede*n zugänglich sind. Ein Deckel oder ein verschließbares Stauraumfach könnte da helfen.

6. Was war das einprägsamste Erlebnis mit BARshare BIKE, von dem ihr gern berichten möchtet?

Hella:
Ich habe im Frühling eine Freundin mit dem Lastenrad vom Bahnhof abgeholt. Weil gerade überall der Flieder blühte, haben wir auf dem Weg einige Blüten gepflückt und sie in die Regenschutz-Halterungen des Lastenrads gesteckt. In dieser fahrenden und duftenden Blumenwolke sind wir durch die Stadt geradelt - ich auf dem Sattel, die Freundin vorn in der Kiste. Die Menschen haben sich unheimlich über unseren Anblick gefreut und es hat uns riesigen Spaß gemacht, auf diese Weise ein wenig gute Laune zu verbreiten.

7. Was wünscht ihr euch für die zukünftige Zusammenarbeit mit BARshare BIKE?
Gibt es etwas, das ihr BARshare mit auf den Weg geben möchtet?

Neben dem Lastenradmodell selbst, das wie erwähnt noch optimiert werden könnte, fänden wir ein erweitertes Leihstationssystem praktisch: Wenn beispielsweise mehrere von uns in der Stadt unterwegs sind, wäre es toll, wenn wir uns untereinander noch mehr abwechseln und mehrere Leihstationen anfahren könnten, vielleicht mit weiteren Rädern. Wir denken ohnehin bereits darüber nach, ob ein zweites Lastenrad sinnvoll für uns sein könnte. Auch Pendelstrecken zwischen einzelnen Barnimer Orten könnten aus unserer Sicht sinnvoll sein - damit man mit dem Lastenrad, das man für den Hinweg genutzt hat, auch wirklich wieder zurückkommt. Überall, wo viele Menschen an einem Ort versammelt sind - Schulen, Gewerbehöfe, Unternehmen oder Wohnungsgesellschaften - wäre es sicherlich sinnvoll, ein Lastenrad bereitzustellen. 

Spechthausen, 7. Juli 2020

Benötigen Sie Hilfe? +49 (0) 241 95788 366

Benötigen Sie Hilfe?
+49 (0) 241 95788 366

BARshare App

Laden Sie sich kostenlos die App herunter, um das Carsharing zu nutzen. 

Support

Bitte wenden Sie sich bei Fragen direkt an den Carsharing Service.

Support-Hotline:
+49 241 95788 366
(Rund um die Uhr erreichbar)

E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!