Ein Jahr kommunales E-Carsharing: BARshare feiert Geburtstag. 

Vor dem Hintergrund der letzten Wochen, in denen der Alltag vieler Barnimerinnen und Barnimer von zahlreichen Veränderungen und Einschränkungen geprägt war, hat das Thema Mobilität im ländlichen Raum eine ganz neue Tragweite bekommen. Wie kommt man von A nach B, wenn die gewohnten Abläufe nicht mehr funktionieren? Mit BARshare konnten die Kreiswerke Barnim bereits vor einem Jahr ein regionales Angebot auf den Weg bringen, welches zukünftig möglichst vielen Bürger*innen im Landkreis Barnim ermöglichen soll, die alltäglichen Wege auf nachhaltige und umweltschonende Weise zurückzulegen. Mit 22 E-Autos und drei Lastenrädern in insgesamt fünf Orten ging BARshare im Juni 2019 an den Start und kann seitdem von einer wachsenden Gemeinschaft aus Hauptnutzer*innen und Mitnutzer*innen ausprobiert werden. Während unter den derzeitigen COVID-19-Präventionsmaßnahmen noch immer vieles ruhen muss, wird BARshare nun ein Jahr alt – Zeit, um trotzdem ein wenig zu feiern und das Erreichte Revue passieren zu lassen.

„Als wir letztes Jahr an den Start gingen, war das Thema auch für uns noch weitgehend unbekanntes Gebiet“, erinnert sich Projektleiterin Saskia Schartow, die gemeinsam mit Initiator Frank Haney das Angebot auf den Weg gebracht und den Prozess von Anfang an begleitet hat. „Die E-Mobilität- und Sharingbranche ist noch sehr jung und im Landkreis Barnim bislang wenig kommunales Wissen und Erfahrung dazu vorhanden. Wir hatten die Wahl, entweder zu warten, bis irgendwann jemand mit gutem Beispiel vorangeht – oder einfach mal selbst anzufangen.“ Umfangreich, komplex und kreativ fielen demnach die Schritte aus, die für den Projektstart von BARshare notwendig waren. So mussten neben der Förderung für die Anschaffung eines E-Fuhrparks und der Bereitstellung der dazugehörigen Ladeinfrastruktur auch (Haupt-)Nutzer*innen gefunden werden, die das Mobilitätsangebot auf finanziell verbindlicher Basis erproben. „Wir sind den Hauptnutzer*innen dieses ersten Jahres unendlich dankbar für ihre Geduld und Bereitschaft mitzumachen“, weiß Saskia Schartow zu schätzen. „Ohne die aktive Beteiligung der Barnimerinnen und Barnimer wären der Beginn und das Anlaufen unseres Projekts so nicht möglich gewesen.“ Gerade die stetigen Rückmeldungen zu all den Abläufen, die eben noch nicht so gut funktionieren, seien sehr wichtig gewesen, um BARshare zum Laufen zu bringen, schrittweise zu verbessern und aus „Anfängerfehlern“ zu lernen.

Die BARshare-Familie wächst

Dank einer weiteren Förderung, die das BARshare-Team zu Beginn des Jahres 2020 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erhielt, können der BARshare-Fuhrpark und die zugehörige Ladeinfrastruktur nun in einer zweiten Stufe ausgebaut und auf insgesamt 45 Fahrzeuge erweitert werden. Weitere Standorte und Schritte sind bereits geplant. „Schließlich sollen zukünftig noch mehr Barnimer Orte und Bürger*innen erreicht und der Landkreis möglichst flächendeckend mit BARshare-Standorten versorgt werden“, betont Saskia Schartow.

Seit dem Start des Mobilitätsangebots wächst die Mitnutzer*innengemeinschaft stetig. Noch bevor das erste Fahrzeug buchbar war, hatten sich bereits 60 Barnimer*innen registriert – „vielleicht ein Ausdruck dafür, dass die Zeit für ein solches Angebot im Barnim absolut reif war“, schmunzelt Saskia Schartow. Aktuell sind 450 Barnimer*innen als Mitnutzer bei BARshare registriert, perspektivisch sollen weitere durch das Angebot angesprochen werden.

Die Multifunktionalität des Fuhrparks ist ein schlagendes Argument: Neben der Hauptnutzung als Dienstauto, Wochenendausflügen mit der Familie und Großeinkäufen für Menschen ohne eigenes Auto soll fortan auch die Möglichkeit bestehen, einen der geräumigen BARshare-Nissans als „Umzugshelfer“ zu buchen. Barnimer*innen ohne Führerschein stehen wiederum einige Lastenräder mit und ohne Elektroantrieb zur Verfügung. Auch die Anmeldung und Buchung ist bewusst variabel gehalten: So steht neben der Online-Registrierung und Reservierung auch eine kostenlose BARshare-App zur Verfügung, die das Buchen und Ausleihen erleichtern soll. Sobald öffentliche Veranstaltungen wieder möglich sind, wird das BARshare-Team bei Gelegenheit auch wieder mit einem Promostand im Landkreis unterwegs sein und eine persönliche Anmeldung am Stand selbst anbieten.

Aktionen zum 1. Geburtstag

Nach einem Jahr steht BARshare also schon auf recht stabilen Rädern. Wie geht’s nun weiter? Saskia Schartow ist sich sicher: BARshare soll im Landkreis Barnim noch viel bekannter werden. „Wir möchten die Barnimerinnen und Barnimer herzlich dazu einladen, unser Angebot einfach mal auszuprobieren und sich davon zu überzeugen, dass E-Carsharing nicht nur Spaß macht und nach den ersten Schritten ganz einfach zu handhaben ist. Sie sollen erleben, dass BARshare als nachhaltige Alternative für Mobilität im Barnim wirklich funktionieren kann.“ Um noch mehr Interessierte zu erreichen, hat sich das BARshare-Team zum 1-jährigen Geburtstag deshalb etwas einfallen lassen: Im Rahmen eines „BARshare-Geburtstagsmonats“ soll ab 15. Juni 2020 die BARshare-Registrierung für vier Wochen lang kostenlos möglich sein. Diejenige Person, die die 500. Registrierung vornimmt, darf sich auf einen Gutschein für ein BARshare-Wochenende mit Frühstück freuen. Darüber hinaus soll im Juni auch ein kleiner Anwenderfilm veröffentlicht werden, der den Ausleihvorgang und die Nutzung eines BARshare-Autos auf anschauliche und spielerische Weise erklärt. Diese und weitere Aktionen sind ab Mitte Juni auf www.barshare.de zu finden. Auch für den Sommer gibt es bereits Ideen, wie sich verschiedene Ausflugsmöglichkeiten - auch außerhalb des Landkreises – mit BARshare kombinieren lassen. „Die Barnimer*innen dürfen gespannt sein“, kündigt das BARshare-Team an – und blickt mit Vorfreude auf das zweite gemeinsame Jahr.

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